«Tawrisches» kehrt in den Taurischen Palast zurück
Das Sinfonieorchester «Tawrisches» unter der Leitung des Chefdirigenten Michail Golikow wird im Taurischen Palast auftreten – einem Raum, der mit dem Ensemble nicht nur durch den Namen, sondern auch durch einen Teil seiner eigenen kreativen Biografie verbunden ist.

Das Konzert «Tawrisches im Taurischen. Die Rückkehr» ist als Programm an der Schnittstelle verschiedener musikalischer Epochen konzipiert. Im ersten Teil werden Werke des klassischen Repertoires erklingen – Musik der großen sinfonischen Tradition, die ihre Ausdruckskraft unabhängig von der Zeit bewahrt.
Der zweite Teil wird der Musik von Anatoli Kalwarski gewidmet sein – einem Komponisten, Pianisten und Autor, der dem publizistischen Musikpublikum in Sankt Petersburg gut bekannt ist. Sein Schaffen existiert an der Schnittstelle von akademischer und zeitgenössischer Tradition und bewahrt dabei eine erkennbare, persönliche Intonation.

«Für uns ist die Rückkehr in den Taurischen Palast nicht nur ein Konzert in einem historischen Raum, sondern die Fortsetzung der eigenen Geschichte des Orchesters. Mir scheint es wichtig, dass die klassische Tradition nicht getrennt von der heutigen musikalischen Sprache existiert. Zeitgenössische Musik muss gespielt und propagiert werden, ohne Angst vor Risiken und um dem Publikum neue Intonationen zu eröffnen. Genau in diesem Dialog – zwischen dem Erbe, der lebendigen Stimme des Autors und der Zeit, in der wir leben – entsteht echte Konzertenergie».
Michail Golikow, Chefdirigent des Orchesters «Tawrisches»
Die Rückkehr des Orchesters in den Taurischen Palast erscheint in diesem Sinne nicht nur als Rückbesinnung auf die eigene Geschichte, sondern auch als Versuch, in einem Abend den stabilen klassischen Kanon und Musik zu verbinden, die bereits aus einer anderen Epoche stammt. Für Sankt Petersburg, wo der historische Raum oft zum eigenständigen Teil eines kulturellen Ereignisses wird, erscheint ein solches Format durchaus logisch.
