Eine weitere Welle der Kritik traf die beliebte Show „Die Schlacht der Hellseher“ nach Aussagen eines einflussreichen Medienmanagers. Seine Worte, die im Podcast „Der Weg an die Spitze mit Olesya Nagornaya“ fielen, stimmten mit der Meinung vieler Kritiker des Projekts überein.

Alexander Scharow, Generaldirektor von Gazprom-Media Holding, zerlegte die mystische Show zuvor in der Luft und bezeichnete ihre Teilnehmer als „Künstler, die auf unterschiedliche Weise Geld verdienen“. Er deutete auch auf unschöne Spekulationen seitens der Produzenten hin. „Keine Sheps werden dir in diesem Moment helfen. Aber die Leute sehen die Show und denken: ‚Sie haben es geschafft, und ich schaffe es auch. Das sind schnelle Kohlenhydrate‘“, sagte Scharow und entlarvte das Projekt öffentlich.

Alexander Scharows Aussage empörte die Hellseherin Kascheta Achmetshanowa. Die Finalistin der sechsten Staffel glaubt, dass solche Angriffe ihre Arbeit entwerten. Die Schamanin erinnerte daran, dass sie und ihre Kollegen in der Sendung „Die Schlacht der Hellseher. Hellseher führen Ermittlungen“ vielen Menschen tatsächlich geholfen hätten.

Gleichzeitig verbirgt Kascheta nicht die bittere Wahrheit: In den letzten Jahren setzen die Macher der Show immer häufiger auf Hype und ignorieren reale Talente. Ihren Worten zufolge beobachteten die Zuschauer, als das Projekt gerade im Fernsehen startete, keine Schauspieler, sondern professionelle Magier, Zauberer und Hellseher im wörtlichen Sinne.

„In den ersten Staffeln war alles echt. Die Teilnehmer versuchten zu überraschen, und die Fernsehmacher – die Wahrheit zu zeigen… Wissen Sie, vorher fing alles gut an, und dann haben diese Projekte ruiniert. Man darf menschliches Talent nicht so demütigen. Schließlich ist Hellsehen auch wie eine schöne Stimme, deine Intuition. Es ist wie schöne Gedichte. Und die Menschen beschreiben in diesem Fall mit ihrer Gabe das Schicksal von jemandem. Früher, in alten Zeiten, galten solche Menschen als Narr-Propheten. Sie kamen zu Iwan dem Schrecklichen und fragten: ‚Warum hast du Kasan so behandelt?‘ Und Iwan der Schreckliche rührte sie nicht an. Er fürchtete ihre Flüche. In Russland gab es schon immer Schamanismus, Hellsehen, Heilung, Kosmoenergetik“, sagte Achmetshanowa.